JMK 263 - Perfect is too late! – 3 Erfolgsbremsen für Juristinnen, die dich von deinem nächsten Karriereziel abhalten

263: Perfect is too late! – 3 Erfolgsbremsen für Juristinnen, die dich von deinem nächsten Karriereziel abhalten

Vielleicht kennst du das: Du hast ein klares Karriereziel vor Augen. Du willst intern den nächsten Schritt machen, dich beruflich verändern, sichtbarer werden oder vielleicht sogar den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. Eigentlich weißt du auch, dass du fachlich längst viel mitbringst. Und trotzdem kommst du nicht richtig ins Tun. Genau hier setzen die Erfolgsbremsen für Juristinnen an, über die ich in dieser Podcastfolge spreche. Sie sorgen nicht unbedingt dafür, dass du gar nichts machst. Im Gegenteil: Manchmal arbeitest du sehr viel, planst, optimierst, gehst zu Veranstaltungen, überarbeitest dein LinkedIn-Profil oder denkst über deinen nächsten Schritt nach. Und trotzdem bleibt das gewünschte Ergebnis aus.

In dieser Podcastfolge 263 zeige ich dir deshalb drei typische Bremsen, die ich aus meiner eigenen Karriere und aus der Arbeit mit meinen Kundinnen sehr gut kenne: Perfektionismus, falschen Aktionismus und fehlende Strategie. Und ich zeige dir zugleich, welche drei Bausteine erfolgreiche Juristinnen anders angehen: klare Positionierung, Personal Branding und Selbstmarketing sowie strategisches Networking. Denn dein nächster Karriereschritt braucht nicht den perfekten Moment. Er braucht Klarheit, Struktur und den Mut, loszugehen.

 

Die 3 Erfolgsbremsen für Juristinnen

Die drei Erfolgsbremsen für Juristinnen, die ich in meiner Arbeit immer wieder beobachte, wirken auf unterschiedliche Weise. Gemeinsam haben sie aber eines: Sie kosten Zeit, Energie und oft auch Chancen.

1. Perfektionismus: Du fährst gar nicht erst los

Perfektionismus klingt zunächst nach einem hohen Qualitätsanspruch. Und natürlich ist es gerade im juristischen Kontext wichtig, sorgfältig und professionell zu arbeiten. Problematisch wird es dann, wenn dein Anspruch dazu führt, dass du gar nicht erst startest.

Du denkst vielleicht:

  • „Mein LinkedIn-Profil muss erst perfekt sein, bevor ich sichtbar werde.“
  • „Ich brauche erst den Fachanwaltstitel.“
  • „Ich muss erst diese eine Fortbildung machen.“
  • „Ich brauche noch mehr Berufserfahrung.“

Und erst dann willst du dich zeigen, Vorträge halten, dich intern für Projekte melden oder deine Expertise aktiv ins Gespräch bringen.

Das Bild, das ich dafür gern verwende: Du möchtest in den Urlaub fahren, aber nur dann, wenn alles perfekt vorbereitet ist. Also sitzt du im Auto – und verlässt die Garage nie.

Genau deshalb lautet der Kernsatz dieser Folge: Perfect is too late.

Du musst nicht alles perfekt vorbereitet haben. Du musst anfangen.

2. Falscher Aktionismus: Du fährst los – aber ohne Ziel

Die zweite Bremse sieht von außen oft sehr produktiv aus. Du bist aktiv, besuchst Veranstaltungen, nimmst an Netzwerktreffen teil, schreibst Beiträge, meldest dich für Fortbildungen an oder gehst zu Events.

Das Problem: Du hast dir vorher nicht überlegt, was du damit eigentlich erreichen willst.

Dann gehst du beispielsweise von einer Netzwerkveranstaltung zur nächsten, ohne dich zu fragen:

  • Wen möchte ich dort kennenlernen?
  • Welche Kontakte sind für mein Karriereziel relevant?
  • Wofür möchte ich wahrgenommen werden?
  • Habe ich dort überhaupt die richtigen Menschen getroffen?
  • Wie entwickle ich Kontakte anschließend weiter?

Das ist, als würdest du die Garage verlassen, dich ins Auto setzen und einfach losfahren. Du kommst irgendwo an – aber ob dieser Ort etwas mit deinem eigentlichen Ziel zu tun hat, ist Zufall.

Falscher Aktionismus fühlt sich nach Bewegung an, führt aber nicht automatisch zu Fortschritt.

3. Fehlende Strategie: Du kennst das Ziel, aber nicht den Weg

Bei der dritten Bremse weißt du bereits, wohin du möchtest.

Du willst beispielsweise:

  • sichtbarer im Unternehmen werden,
  • bei Mandant stärker als Expertin wahrgenommen werden,
  • einen Vortrag halten,
  • dein Jahresgespräch für den nächsten Karriereschritt nutzen,
  • den Arbeitgeber wechseln,
  • in die Selbstständigkeit gehen.

Das Ziel ist also klar. Was fehlt, ist der konkrete Weg dorthin.

Welche Menschen müssen dich kennen? Welche Expertise musst du sichtbar machen? Welche Kontakte brauchst du? Welche Schritte kommen zuerst? Welche danach?

Um im Reisebild zu bleiben: Du weißt, dass du nach Rom willst. Aber du hast dir keine Gedanken gemacht, wie du dorthin kommst.

Auch damit verbrauchst du unnötig Zeit und Energie.

Die Folge aller drei Erfolgsbremsen für Juristinnen ist am Ende ähnlich: Die gewünschten Ergebnisse bleiben aus. Du kommst nicht so schnell voran, wie du könntest – und andere nutzen Chancen, während du noch überlegst, optimierst oder dich verzettelst.

Frag dich deshalb einmal ganz konkret:

Was ist deine größte Erfolgsbremse – Perfektionismus, falscher Aktionismus oder fehlende Strategie?

Die Ergebnisse bleiben aus. Du kommst nicht voran. Karriere machen in der Regel die anderen.


Was erfolgreiche Juristinnen anders machen

Genug der Bremsen. Entscheidend ist schließlich, was du stattdessen tun kannst.

Aus meiner Erfahrung machen erfolgreiche Juristinnen drei Dinge besonders bewusst:

  1. Sie positionieren sich klar als Expertin.
  2. Sie betreiben Personal Branding und Selbstmarketing aktiv.
  3. Sie bauen ihr Netzwerk strategisch auf und aus.

Diese drei Bausteine greifen ineinander und bilden die Grundlage dafür, sichtbar zu werden, sichtbar zu sein und sichtbar zu bleiben.

Baustein 1: Positioniere dich klar als Expertin

Eine gute Positionierung beginnt damit, dass du selbst weißt, wofür du stehst.

Nicht nur:

„Ich bin Rechtsanwältin.“

Oder:

„Ich bin Fachanwältin für Arbeitsrecht.“

Sondern konkreter:

  • Welche Themen sind wirklich deine?
  • Welche Erfahrungen bringst du mit?
  • Für welche Zielgruppe möchtest du bekannt sein?
  • Was unterscheidet dich von anderen mit ähnlicher Qualifikation?
  • Welche persönlichen Eigenschaften prägen deine Arbeit?

Auch ich war als Anwältin nicht einfach „Fachanwältin für Verwaltungsrecht“. Ich hatte unter anderem eine klare umwelt- und abfallrechtliche Expertise, hatte zum polnischen Recht promoviert und über meine Osteuropa-Erfahrung einen sehr konkreten fachlichen Hintergrund.

Genau solche Anknüpfungspunkte sorgen dafür, dass Menschen dich nicht nur als „eine Juristin von vielen“ wahrnehmen, sondern dich mit einem Thema verbinden. Ein gutes Werkzeug dafür ist dein Elevator Pitch.
Folge 227: Mit diesen 5 Tipps gelingt dein Elevator Pitch perfekt und 3 Fehler, die du vermeiden solltest

Baustein 2: Personal Branding und Selbstmarketing aktiv angehen

Der zweite Baustein ist deine Sichtbarkeit.

Dabei geht es nicht darum, laut zu werden oder dich ständig selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Es geht darum, bewusst zu kommunizieren, was du kannst und wofür du stehst.

Das kann digital passieren:

  • über ein professionell aufgestelltes LinkedIn-Profil,
  • über Beiträge, Kommentare und Artikel,
  • über deine Kanzlei- oder Unternehmenswebsite.

Und analog:

  • in Meetings,
  • in Mandantengesprächen,
  • bei Vorträgen,
  • auf Veranstaltungen,
  • im persönlichen Austausch mit Kolleg und Vorgesetzten.

Der entscheidende Unterschied liegt zwischen reagieren und agieren.

Viele Juristinnen hoffen, dass andere ihre Leistung schon sehen werden. Genau das habe auch ich in meinen ersten Berufsjahren gedacht: Mein Chef sieht doch, dass ich einen guten Job mache. Die komplizierten Akten landen schließlich bei mir.

Aber Sichtbarkeit entsteht nicht automatisch.

Du musst selbst Gelegenheiten nutzen, deine Expertise einzuordnen und sichtbar zu machen.
Folge 199: Raus aus dem Schatten, rein ins Rampenlicht! 5 Gründe, warum Personal Branding für dich als Juristin keine Aufgabe für später ist

Baustein 3: Netzwerke strategisch statt zufällig

Der dritte Baustein ist dein Netzwerk.

Strategisches Networking bedeutet nicht, möglichst viele Visitenkarten oder LinkedIn-Kontakte zu sammeln. Entscheidend ist, dass du weißt:

  • Wen brauche ich in meinem Netzwerk?
  • Wer kann mich weiterbringen?
  • Wem kann ich selbst etwas geben?
  • Welche Kontakte möchte ich vertiefen?
  • Welche Netzwerkaktivitäten zahlen tatsächlich auf mein Ziel ein?

Ein gutes Netzwerk entsteht weder über Nacht noch nebenbei. Es braucht Zeit, Kontinuität und einen klaren Fokus.

Genau deshalb gehört auch dieser Baustein zu meiner „Juristinnen machen Karriere! Methode“:

sichtbar werden – sichtbar sein – sichtbar bleiben.

Positionierung, Personal Branding und Networking sind kein Sprint. Sie sind ein Marathon
Folge 223: Karriere-Booster Networking: So nutzt du dein Netzwerk als Juristin strategisch

JMK 263 - Perfect is too late! – 3 Erfolgsbremsen für Juristinnen, die dich von deinem nächsten Karriereziel abhalten

Das „Juristinnen machen Karriere!“ Bootcamp: Gemeinsam ins Tun kommen

Positionierung, Personal Branding und strategisches Networking klingen nach einer Menge Arbeit.

Das sind sie auch.

Und genau deshalb habe ich das „Juristinnen machen Karriere!“ Bootcamp entwickelt. Denn Wissen allein verändert noch nichts. Entscheidend ist, dass du umsetzt, reflektierst, dranbleibst und dir Unterstützung holst.

Das Bootcamp ist ein 12-wöchiges Online-Kleingruppenprogramm für 4-8 Anwältinnen und Unternehmensjuristinnen. Die nächste Runde startet am 9. Oktober 2026.

Wir arbeiten gemeinsam an drei Säulen:

  • Positionierung,
  • Personal Branding und Selbstmarketing,
  • strategischem Networking.

Du erhältst einen klaren Erfolgsfahrplan, wöchentliche Live-Workshops, ein Buddy-Programm, Community-Support, Vorlagen, Tutorials und sechs Monate Zugriff auf den Kursbereich.

Es geht nicht darum, alles auf einmal perfekt umzusetzen.

Es geht darum, einem erprobten Prozess zu folgen – Schritt für Schritt.

Deine Positionierung, dein Personal Branding & Selbstmarketing sind ebenso wie der Auf- bzw. Ausbau deines Netzwerks oder deine Karriere als Juristin kein Sprint, sondern ein Marathon.


Willst du einen „Juristinnen machen Karriere! Erfolgsfahrplan“ – am besten schwarz auf weiß inklusive vieler praxiserprobter Umsetzungstipps? 

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Darin findest du die 9 Schritte – kompakt zusammengefasst inklusive konkreter Fragen, die dich wirklich voranbringen, und praxiserprobter Strategien, die du direkt umsetzen kannst.

✓  Erfahre, wie du dich als Expertin strategisch positionierst – intern wie extern

✓  Baue dir ein Netzwerk auf, das dir tatsächlich deine (Karriere-)Ziele ermöglicht

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Was andere Juristinnen durch das Bootcamp erreicht haben

Wie unterschiedlich diese Schritte aussehen können, zeigen mehrere ehemalige Teilnehmerinnen.

Karen Frehmel-Kück wollte sich als Senior Associate klarer positionieren und ihren nächsten Karriereschritt angehen. Nach dem Bootcamp mobilisierte sie ihr Netzwerk und wechselte schließlich als Counsel in eine Kanzlei, die kulturell deutlich besser zu ihr passte.
Folge 192: Von der Senior Associate zur Counsel – Durch Personal Branding und Networking innerhalb eines Jahres die eigene Karriere voranbringen und den passenden Job finden

Lucia Lorente nutzte Personal Branding, Selbstmarketing und Networking strategisch und wechselte von ihrer Rolle als Senior Legal Counsel zur Head of Legal and Compliance in einem Fintech-Unternehmen.
Folge 207: Von der Legal Counsel zur Head of Legal & Compliance

JMK 263 - Perfect is too late! – 3 Erfolgsbremsen für Juristinnen, die dich von deinem nächsten Karriereziel abhalten

Dr. Juliane Eissfeldt stand an einem beruflichen Scheideweg. Gerade der Gedanke „Perfect is too late“ half ihr, nicht länger auf den perfekten Moment zu warten. Schon kurz nach dem Bootcamp wurde sie über LinkedIn gefunden und angesprochen und wechselte in eine neue Position.
Folge 233: Neuer Job in wenigen Monaten: ich bin über LinkedIn gefunden worden

Julia Sontheimer wollte ihre Selbstständigkeit strukturiert über LinkedIn und ihr Netzwerk aufbauen. Ihr professionelleres Profil sorgte für deutlich mehr Kontaktanfragen, mehr Interaktion und Kontakte, die sich auch ins reale Leben entwickelten.
Folge 164: Erfolgsbeispiel Julia Sontheimer: Auf LinkedIn jetzt strategisch sichtbar und netzwerkend unterwegs

Die Ausgangssituationen waren unterschiedlich. Der gemeinsame Punkt: Keine dieser Frauen hat darauf gewartet, sich irgendwann vollkommen bereit zu fühlen.

Sie haben angefangen.


Fazit: Perfect is too late

Die drei Erfolgsbremsen für Juristinnen sehen unterschiedlich aus: Perfektionismus hält dich in der Garage. Falscher Aktionismus lässt dich ohne Ziel losfahren. Fehlende Strategie sorgt dafür, dass du zwar weißt, wohin du willst, aber unnötige Umwege machst.

Was du stattdessen brauchst, sind drei Dinge: eine klare Positionierung, aktives Personal Branding und Selbstmarketing sowie ein Netzwerk, das du strategisch auf deine Ziele ausrichtest.

Und vor allem brauchst du die Bereitschaft, anzufangen.

Du musst nicht schon alles wissen. Dein LinkedIn-Profil muss nicht endgültig sein. Dein Elevator Pitch darf sich weiterentwickeln. Auch deine Positionierung darf im Laufe deiner Karriere klarer werden.

Denn Karriere entsteht nicht dadurch, dass du irgendwann perfekt vorbereitet bist.

Sie entsteht dadurch, dass du losgehst, ausprobierst, reflektierst und weitergehst.

Perfect is too late.

Du machst den Unterschied. Wenn nicht du, wer dann?


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Die Erfolgstipps: So löst du deine Erfolgsbremsen für Juristinnen

In der Podcastfolge 263 erfährst du praxisnahe Tipps, wie du deine Erfolgsbremsen für Juristinnen erkennst und Schritt für Schritt ins Handeln kommst.

Hier sind meine wichtigsten Tipps für dich:

Starte, bevor alles perfekt ist. Warte nicht auf den perfekten Zeitpunkt, das perfekte Profil oder die perfekte Qualifikation. Beginne mit dem, was heute schon da ist, und verbessere unterwegs.

Verbinde Aktivität immer mit einem klaren Ziel. Bevor du dich für ein Event anmeldest, einen Beitrag veröffentlichst oder einen neuen Kontakt ansprichst, frage dich: Was möchte ich damit erreichen?

Mach aus deinem Ziel einen konkreten Fahrplan. Definiere die nächsten Schritte, die richtigen Ansprechpartner und die Maßnahmen, die dich wirklich näher an dein Karriereziel bringen.

 


Weitere (Hör-)Tipps

  • Folge 262: Wer gut ist, wird gesehen? Über den Karriere-Irrglauben, dass dich allein deine Leistung als Juristin weiterbringt
  • Folge 233: Neuer Job in wenigen Monaten: ich bin über LinkedIn gefunden worden
  • Folge 227: Mit diesen 5 Tipps gelingt dein Elevator Pitch perfekt und 3 Fehler, die du vermeiden solltest
  • Folge 223: Karriere-Booster Networking: So nutzt du dein Netzwerk als Juristin strategisch
  • Folge 207: Von der Legal Counsel zur Head of Legal & Compliance
  • Folge 199: Raus aus dem Schatten, rein ins Rampenlicht! 5 Gründe, warum Personal Branding für dich als Juristin keine Aufgabe für später ist
  • Folge 192: Von der Senior Associate zur Counsel – Durch Personal Branding und Networking innerhalb eines Jahres die eigene Karriere voranbringen und den passenden Job finden
  • Folge 164: Erfolgsbeispiel Julia Sontheimer: Auf LinkedIn jetzt strategisch sichtbar und netzwerkend unterwegs

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