Was bringt eine Anwältin dazu, sich intensiv mit Personal Branding zu beschäftigen, obwohl die Karriere längst rund läuft? Genau diese Frage steht im Mittelpunkt der Podcastfolge 259. Denn Sarah Emmes ist nicht an einem Krisenpunkt gestartet. Sie hatte keinen akuten Wechselwunsch, keinen beruflichen Umbruch und keinen äußeren Druck. Im Gegenteil: Sie ist Rechtsanwältin, Fachanwältin für internationales Wirtschaftsrecht sowie für Handels- und Gesellschaftsrecht, seit acht Jahren in derselben Kanzlei tätig und dort inzwischen Salary Partnerin. Und gerade deshalb ist ihre Geschichte so spannend.
Denn Sarah hat sich nicht mit Sichtbarkeit beschäftigt, weil etwas gefehlt hat. Sie hat sich dafür entschieden, weil sie gespürt hat, dass noch mehr möglich ist. Mehr Klarheit, mehr Profil, mehr digitale Präsenz und ein noch bewussterer Umgang mit dem, wofür sie fachlich und persönlich steht. Genau darin liegt eine wichtige Botschaft für viele Juristinnen: Personal Branding ist kein Reparaturinstrument für schwierige Phasen. Es ist eine strategische Entscheidung, die sich auch dann lohnt, wenn beruflich bereits vieles gut läuft.
In dem Gespräch mit Sarah Emmes erfährst du, warum sie sich als erfolgreiche Anwältin ganz bewusst für das „Juristinnen machen Karriere! Bootcamp“ entschieden hat, welche drei Learnings sie aus dieser Zeit mitgenommen hat und warum Authentizität und Seriosität für Juristinnen kein Gegensatz sind, sondern eine starke Kombination.
Warum erfolgreiche Juristinnen trotzdem in Sichtbarkeit investieren sollten
Sarah Emmes arbeitet seit acht Jahren bei Kunz Rechtsanwälte in Koblenz und Stuttgart. Sie ist dort fachlich fest etabliert und schätzt an ihrer Kanzlei vor allem die gute Atmosphäre, die spannenden Mandate, die unternehmerisch geprägten Mandanten und die teamübergreifende Zusammenarbeit. Für sie war der Gedanke, den Arbeitgeber zu wechseln, nie der eigentliche Antrieb.
Genau das macht ihren Weg so interessant. Denn ihr Ausgangspunkt war nicht Unzufriedenheit, sondern Entwicklung. Sie wollte über den Tellerrand hinausschauen, sich mit anderen Juristinnen austauschen und ihre digitale Sichtbarkeit gezielt weiterentwickeln. Sie war schon auf LinkedIn aktiv, hatte bereits erste Beiträge geschrieben und Trends beobachtet. Gleichzeitig hatte sie das Gefühl, dass da noch deutlich mehr möglich ist.
Das ist ein Gedanke, den ich aus meiner Arbeit mit vielen Juristinnen gut kenne. Gerade diejenigen, die fachlich stark aufgestellt sind und in ihrem Umfeld bereits als kompetent wahrgenommen werden, schieben das Thema Personal Branding oft vor sich her. Nicht, weil sie keinen Nutzen darin sehen. Sondern weil der Alltag voll ist, weil es keinen akuten Leidensdruck gibt und weil Sichtbarkeit schnell als etwas gilt, das „später mal“ dran ist. Sarah zeigt sehr klar, warum genau das zu kurz greift. Wer heute als Juristin wirksam sichtbar sein will, kommt an der bewussten Gestaltung der eigenen Außenwirkung nicht mehr vorbei.

„Personal Branding auf LinkedIn gehört genauso dazu, wie Vorträge halten oder Netzwerkveranstaltungen besuchen. An dieser Plattform kommen wir als Anwältinnen nicht mehr vorbei.“
Sarah Emmes
Authentizität auf LinkedIn: Warum professionell nicht automatisch distanziert heißt
Ein besonders starkes Learning aus dem Gespräch mit Sarah Emmes betrifft das Thema Authentizität. Sie beschreibt sehr offen, dass sie sich durch das Juristinnen machen Karriere! Bootcamp auf LinkedIn nicht nur strategischer, sondern auch sicherer bewegt. Ihre digitale Präsenz ist heute professioneller, klarer und zugleich persönlicher als zuvor. Genau darin liegt aus meiner Sicht ein zentraler Punkt: Viele Juristinnen glauben noch immer, sie müssten sich zwischen professionellem Auftreten und persönlicher Note entscheiden. Doch genau das stimmt nicht.
Sarah bringt es im Gespräch sehr schön auf den Punkt: Seriöses Auftreten und Authentizität schließen sich nicht aus. Beides zusammen macht den Unterschied. Gerade im juristischen Umfeld ist das eine enorm wichtige Erkenntnis. Denn natürlich wollen wir als Anwältinnen, Unternehmensjuristinnen oder Führungskräfte kompetent, verlässlich und seriös wirken. Aber wenn wir uns dabei so stark glätten, dass kaum noch erkennbar ist, wer wir als Person sind, bleiben wir austauschbar.
Authentizität heißt nicht, privat zu werden oder jedes Detail des eigenen Lebens offenzulegen. Es geht vielmehr darum, den eigenen Ton zu finden, die eigene Haltung sichtbar zu machen und fachliche Inhalte mit Persönlichkeit zu verbinden. Genau dadurch entsteht Wiedererkennbarkeit. Und genau dadurch finden die Menschen zu dir, die fachlich und menschlich zu dir passen.

Was Sarah Emmes durch das Bootcamp konkret verändert hat
Sarah hat im Interview sehr deutlich beschrieben, was sich seit dem Juristinnen machen Karriere! Bootcamp verändert hat. Sie ist nicht einfach nur „ein bisschen aktiver“ auf LinkedIn geworden. Sie hat ihre digitale Strategie neu aufgestellt, professionalisiert und bewusster ausgerichtet. Vor allem aber hat sie angefangen, das Thema Sichtbarkeit nicht mehr zufällig oder nebenbei zu behandeln, sondern mit Struktur.
Das ist ein entscheidender Unterschied. Viele Juristinnen versuchen, sich Sichtbarkeit selbst beizubringen. Sie probieren hier und da etwas aus, lesen Beiträge, beobachten andere Profile und schreiben gelegentlich eigene Posts. Das ist grundsätzlich nicht falsch. Es dauert nur oft sehr lange und bleibt häufig unsystematisch. Sarah beschreibt sehr nachvollziehbar, wie viel schneller Entwicklung geht, wenn du dafür einen klaren Rahmen, eine feste Struktur und fachliche Begleitung hast.
Hinzu kam für sie die Arbeit in der Gruppe. Denn das Bootcamp ist kein reines Wissensprogramm, sondern ein bewusst eng begleitetes Kleingruppenformat. Für Sarah war genau das ein großer Vorteil: die Kombination aus strategischer Anleitung und dem Austausch mit anderen Juristinnen, die vor ähnlichen Fragen stehen. Zu sehen, wie andere Kolleginnen Themen umsetzen, wo sie stehen, woran sie arbeiten und welche Perspektiven sie einbringen, hat ihren eigenen Prozess spürbar bereichert.

„Ich habe in Anja´s Bootcamp meine digitale Strategie komplett neu aufgestellt, professionalisiert und fühle mich jetzt auf dem LinkedIn-Parkett viel sicherer.“
Sarah Emmes
Authentizität ist heute keine Kür mehr
Ein weiterer Gedanke aus dem Interview sollte uns als Juristinnen besonders wachrütteln: Personal Branding gehört heute genauso zur Berufsausübung wie Vorträge, Netzwerkveranstaltungen oder der fachliche Austausch. Die digitale Präsenz ist nicht mehr optional. Mandanten, Kolleginnen, Kooperationspartnerinnen und potenzielle neue Kontakte informieren sich online. Sie schauen sich Profile an, lesen Beiträge, achten auf Themen, Tonalität und Präsenz.
Gerade deshalb ist Authentizität heute nicht mehr nur ein „nice to have“, sondern ein echter Erfolgsfaktor. Nicht, weil du dich inszenieren sollst. Sondern weil du selbst mitbestimmen kannst, wie andere dich wahrnehmen. Wenn du das nicht aktiv tust, entsteht trotzdem ein Bild von dir – nur eben ohne deine bewusste Gestaltung.
Sarah beschreibt sehr überzeugend, dass genau darin eine große Chance liegt: Personal Branding gibt dir die Möglichkeit, selbstbestimmt zu entscheiden, wie du im digitalen Raum auftreten willst. Und das ist gerade in einem Beruf, in dem Reputation und Vertrauen so wichtig sind, ein enormer Vorteil.
„Seriöses Auftreten und Authentizität schließen sich nicht aus. Beides zusammen macht den Unterschied.“
Sarah Emmes
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Fazit: Sichtbarkeit beginnt nicht erst, wenn du dich bereit fühlst
Das Gespräch mit Sarah Emmes zeigt sehr deutlich: Personal Branding ist kein Krisenwerkzeug für unzufriedene Juristinnen. Es ist eine strategische Investition für diejenigen, die bewusst gestalten wollen, wie sie wahrgenommen werden. Gerade wenn deine Karriere bereits gut läuft, lohnt es sich, diesen nächsten Schritt nicht aufzuschieben.
Besonders stark finde ich an Sarahs Weg, dass sie nicht aus Mangel, sondern aus Entwicklung heraus gehandelt hat. Sie wollte sichtbarer werden, nicht weil etwas fehlte, sondern weil sie gespürt hat, dass da noch mehr möglich ist. Genau das ist für mich eine sehr kraftvolle Haltung.
Mein Impuls für dich: Warte nicht darauf, dass irgendwann der perfekte Zeitpunkt kommt. Sichtbarkeit beginnt nicht erst, wenn du dich vollständig bereit fühlst. Sie beginnt in dem Moment, in dem du dich traust, einen ersten bewussten Schritt zu gehen. Und genau dabei sind Authentizität, Mut und ein klarer eigener Ton oft die stärksten Hebel.
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Die Erfolgstipps: Was du von Sarah Emmes lernen kannst
In der Podcast-Folge 259 erfährst du praxisnahe und bewährte Tipps, wie du Authentizität mit Seriosität verbindest, deinen Stil auf LinkedIn schärfst und als Juristin digital wie analog sichtbarer wirst.
Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch mit Sarah Emmes für dich zusammengefasst:
✅ Trau dich, Dinge auszuprobieren. Sichtbarkeit entsteht nicht durch langes Nachdenken, sondern durch konkrete Schritte, ehrliches Feedback und den Mut, dich zu zeigen.
✅ Verstehe Authentizität nicht als Gegensatz zu Professionalität. Du musst nicht weniger seriös werden, um persönlicher zu wirken. Du darfst beides miteinander verbinden.
✅ Arbeite bewusst an deinem eigenen Ton. Gerade auf LinkedIn macht es einen enormen Unterschied, ob du austauschbar oder wiedererkennbar kommunizierst.
Weitere (Hör-)Tipps
- LinkedIn-Profil von Sarah Emmes: https://www.linkedin.com/in/sarah-emmes-4ab8901a2/
- Andere Kolleginnen über ihre Ergebnisse und Erfolge mit und durch das “Juristinnen machen Karriere! Bootcamp” im Podcast-Interview:
- Folge 233: Neuer Job in wenigen Monaten: ich bin über LinkedIn gefunden worden: Interview mit Dr. Juliane Eissfeldt
- Folge 229: Gerade als introvertierte Juristin muss man sich intern & extern Sichtbarkeit verschaffen: Interview mit Katja Schlosser
- Folge 192: Von der Senior Associate zur Counsel – Durch Personal Branding und Networking innerhalb eines Jahres die eigene Karriere voranbringen und den passenden Job finden: Interview mit Dr. Karen Frehmel-Kück
- Coaching-Angebote: https://anja-schaefer.eu/coaching/
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