Du bekommst den Job! - 7 Personal-Branding-Tipps für dein Vorstellungsgespräch als Juristin

172: Du bekommst den Job! – 7 Personal-Branding-Tipps für dein Vorstellungsgespräch als Juristin


Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Gratulation, damit hast du die erste Hürde zum neuen Job genommen. Die Darstellung deiner Personal Brand hat deine:n potenzielle:n Arbeitgeber:in überzeugt. Nun kommt allerdings die nächste Herausforderung – das Bewerbungsgespräch. Hierbei gilt es, dich bestmöglich zu präsentieren und aufzuzeigen, dass du die ideale Kandidatin bist. Erfahre in diesem Beitrag, was du vorab über dein neues Arbeitsumfeld recherchieren solltest und wie du deine Markenbotschaft im direkten Kontakt erfolgreich kommunizierst.

Höre in der Podcast-Folge 172, mit welchen sieben Erfolgstipps du als Juristin mit Personal Branding im Vorstellungsgespräch punktest.

 

Vorbereitung ist alles

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. So kannst du nicht nur fundiert auf Fragen antworten, die im Laufe des Vorstellungsgesprächs aufkommen. Sondern du kannst auch deine Persönlichkeit und Expertise – und damit deine Personal Brand – in den Fokus rücken und wirst so in Erinnerung bleiben.

Nutze also die Möglichkeit, um das positive Bild, das du mit deiner Bewerbung bereits hinterlassen hast, weiter zu festigen und auszubauen. So zeigst du, dass du ernsthaft an der Position interessiert bist. Damit dir dies gelingt, solltest du die folgenden drei Bereiche vorab gut recherchieren.

Kenne dein Arbeitsumfeld

Erkunde dein potenzielles neues Arbeitsumfeld online, z. B. auf Social-Media-Plattformen wie LinkedIn, oder auch in deinem persönlichen Netzwerk. Sprich Personen an, die dir ggfs. mit „Insider-Informationen“ weiterhelfen können. Auf diese Weise schaffst du dir einen Überblick über deine:n Arbeitgeber:in und bist im Gespräch aussagekräftig. Außerdem kannst du so im Hinblick auf deine Personal Brand klar formulieren, warum du dich gerade für diese Kanzlei interessierst.

Erfasse rechtliche Fachfragen und aktuelle Fachthemen

Im zweiten Schritt kläre, welche rechtlichen Fachfragen und sonstigen Sachthemen derzeit „in aller Munde“ sind und damit auch Inhalt deines Gesprächs mit deinen zukünftigen Vorgesetzten sein können bzw. sogar sein sollten. Dies gibt dir die Möglichkeit, im passenden Moment mit deinem Detailwissen zu glänzen. Wenn du zu einem bestimmten Fach- bzw. Sachgebiet bereits ausgewiesene Expertin bist, zahlt dies auf dein Personal Branding ein und hebt dich auch von anderen Mitbewerber:innen ab.

Recherchiere deine Gesprächspartner:innen

Recherchiere die Personen, die mit dir das Bewerbungsgespräch führen. Nutze neben dem Internet und Fachpublikationen auch hier die sozialen Kanäle (insbesondere LinkedIn) und – sofern vorhanden – dein persönliches Netzwerk für weitergehende Informationen.

Besonders interessant sind Gemeinsamkeiten mit einzelnen Gesprächspartner:innen, die auf deine Personenmarke einzahlen. Das können ein Abschluss an der gleichen Universität oder ähnliche Promotionsthemen sein, oder aber auch gemeinsame Interessen oder besondere Fremdsprachenkenntnisse. Auch die Mitgliedschaft im selben Netzwerk oder ein ähnliches ehrenamtliches Engagement können Anknüpfungspunkte bieten.

Gemeinsamkeiten schaffen eine persönliche Verbundenheit. Situativ richtig eingesetzt kannst du so auf eher ungewöhnliche Weise auf besondere Kenntnisse oder Qualitäten deiner Person aufmerksam machen.

Du bekommst den Job! - 7 Personal-Branding-Tipps für dein Vorstellungsgespräch als Juristin

 

Bestimme deine Markenbotschaft für das Bewerbungsgespräch

Genau darum geht es beim Personal Branding im Vorstellungsgespräch: Du solltest genau formulieren, für welche konkrete Position du die perfekte Bewerberin bist.

Beschäftige dich unbedingt vorab damit, was aus Sicht deines/deiner zukünftigen Arbeitgebers:in zu deiner Person interessant und für die jeweilige Stelle auch praktisch relevant ist. Auf welche Aspekte deiner Persönlichkeit, deines juristischen Knowhows und deiner praktischen Erfahrungen willst du auf jeden Fall im Bewerbungsgespräch aufmerksam machen? Welche deiner Facetten zeigt, dass du nicht eine beliebige, sondern vielmehr die ideale Kandidatin für die jeweilige Stelle bist?

Kommuniziere die (Kern-)Botschaften zu deiner Personenmarke ehrlich und authentisch. Studien haben gezeigt, dass dann die Chancen, die gewünschte Stelle zu bekommen, um das Fünffache steigen.

Mit den folgenden Tipps bringst du deine Personal Brand im Gespräch gewinnbringend für dich ein.

Tipp 1: Bestimme 3-5 Kernbotschaften zu deiner Person bzw. Expertise

Bestimme anhand deines Personal Branding 3 bis 5 Kernbotschaften und nutze diese wie einen roten Faden für das gesamte Gespräch.

Welche deiner Stärken und praktischen Erfahrungen willst du auf jeden Fall anbringen, um dich von anderen deutlich abzuheben? Dies kann bspw. ein besonderes Netzwerkengagement sein, welches in einem Ehrenamt deutlich wird. Auch interessante Kombinationen von Kompetenzen können für die zu besetzende Stelle interessant sein. Weitere Beispiele hierzu hörst du in dieser Podcastfolge.

Habe konkrete praktische Beispiele zur Hand, die deutlich machen, dass du als ausgewiesene Expertin in einem bestimmten Fach- oder Sachgebiet für die potentielle Kanzlei genau die richtige Person bist.

Präsentiere deine wichtigsten Botschaften direkt zu Beginn des Gesprächs. Alternativ bzw. zusätzlich bringe sie immer wieder an geeigneter Stelle an und zeige deinem Gegenüber damit, dass dieser eine Person vor sich hat, die weiß, wer sie ist und dies auch selbstbewusst vertritt.

Tipp 2: Zeige Entwicklungspotenzial

Jede Schwäche kann mit den richtigen Worten zu einer Stärke werden. Zeige, dass du selbstreflektiert in der Lage bist, dein Entwicklungspotenzial im Sinne deines Personal Branding zu nutzen.

Die heikelste und für viele Kandidat:innen unbeliebteste Frage ist die nach den persönlichen Schwächen. Erläutere an einem praktischen Beispiel eine auch für deine:n zukünftige:n Arbeitgeber:in relevante Situation, in der du als Anwältin von dieser Schwäche profitiert hast. Alternativ stelle dar, wie du Entwicklungspotenziale an dir erkannt und erfolgreich genutzt hast.

Tipp 3: Bringe gute Ideen ein, um deinen Expertinnenstatus zu stärken

Finde für dich vorab Antworten auf die – dir wahrscheinlich gestellte – Frage, wie du als Anwältin in einem bestimmten Mandat vorgehen würdest oder dich in das bestehende Kanzleiumfeld einbringen kannst.

An dieser Stelle kannst du aufzeigen, dass du wirklich an der Stelle interessiert bist und dich daher bereits intensiv mit deiner zukünftigen Tätigkeit auseinandergesetzt hast. Außerdem kannst du auch deine persönlichen Stärken oder dein spezifisches juristisches bzw. sonstiges Knowhow gezielt ins Gespräch bringen. Erfahre mehr dazu in dieser Podcastfolge.

Tipp 4: Kommuniziere deine Werte im Arbeitsumfeld

Ein Vorstellungsgespräch dient auch dazu, um festzustellen, ob eine spätere Zusammenarbeit zustande kommen wird oder eben nicht. An dieser Stelle solltest du daher klären, ob deine Werte – ein wichtiger Teil deiner Personal Brand – zu dem jeweiligen Unternehmen passen.

Mache dir klar, was für dich elementar wichtig ist bzw. wie dein Arbeitsumfeld sein muss, damit du eine gute Arbeit ablieferst. Diesen Punkt solltest du im Laufe des Gesprächs unbedingt ansprechen. Das kann z. B. so aussehen: „Mir ist eine Zusammenarbeit im Team und der fachliche, persönliche Austausch unter Kollegen sehr wichtig. Welche Formen der Zusammenarbeit sind bei Ihnen in der Kanzlei üblich?“

Derartige Fragen sind eine gute Möglichkeit, ein bis zwei deiner Stärken noch einmal zu kommunizieren, und gleichzeitig etwas mehr über deine neue Arbeitsumgebung zu erfahren.

Tipp 5: Präsentiere bisherige Herausforderungen

Im Laufe deiner Tätigkeit als Anwältin hast du sicher schon die ein oder andere herausfordernde (Mandats-)Situation erlebt, die dich an deine fachlichen, persönlichen, mentalen oder körperlichen Grenzen gebracht hat. Schließlich hast du diese „irgendwie“ überstanden. Und genau das „Irgendwie“ ist für deinen zukünftigen Arbeitgeber von Interesse.

Halte daher die ein oder andere Herausforderung als praktisches und idealerweise auf dein Branding einzahlendes Beispiel parat. Zeige auf, wie du das jeweilige Problem erkannt und gelöst hast. Für dein Gegenüber kann auch das, was du aus der jeweiligen Situation für dich gelernt hast, von Interesse ein.

Tipp 6: Habe ein klares Bild von deinen kurz- und langfristigen Zielen vor Augen

Bereite dich außerdem auf die Frage, wo du dich bspw. in drei Jahren siehst, vor. Prüfe, dass deine Antwort zu deiner Personal Brand passt.

Jede deiner beruflichen Tätigkeiten führt dich im Idealfall näher an deine persönlichen Karriereziele.“ 

Wie auch immer deine nächsten beruflichen Schritte aussehen, zeige deinem Gegenüber auf, dass du einen klaren Plan für deine eigene berufliche Entwicklung und damit auch für die Weiterentwicklung deiner Personenmarke hast. Mache deutlich, dass die zu besetzende Stelle der logische und passende nächste Schritt ist.

Tipp 7: Stelle Fragen, mit denen du dich klar positionierst

In jedem Bewerbungsgespräch hast du spätestens am Ende die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen. Nutze dies, um auf diese Weise in den Köpfen der anderen noch einmal das Bild der idealen Kandidatin zu bestätigen.

Stelle Fragen, die wiederholt auf deinen Status als Expertin und damit auf deine Personal Brand einzahlen. Bringe an dieser Stelle auch deine Werte, die idealerweise mit denen der Kanzlei oder deiner Gesprächspartner:innen übereinstimmen, noch einmal in Erinnerung. So kannst du bspw. fragen, anhand welcher Kriterien am Ende der Probezeit bewertet wird, ob die Zusammenarbeit mit dir erfolgreich war.

Teile deine Erkenntnisse gerne in meiner kostenfreien “Frauen in Führung – Juristinnen netzwerken … LinkedIn-Gruppe” und hole dir direkt Feedback.


Die Erfolgstipps aus dieser Folge

In der Podcast-Folge 172 erfährst du, wie du dein Personal Branding als Juristin erfolgreich im Vorstellungsgespräch einsetzt.

Definiere deine 3-5 Kernbotschaften und nutze diese als roten Faden im Bewerbungsgespräch.

Zeige dein Entwicklungspotenzial. Verwandle deine Schwächen zu Stärken.

Bringe deine Ideen und Expertise ein. Wie kann dein:e potentielle:r Arbeitgeber:in von deiner Expertise profitieren?

Kommuniziere deine Werte im Arbeitsumfeld. Passen eure Werte zusammen?

Berichte von vergangenen Herausforderungen und wie du diese erfolgreich gelöst hast.


Weitere (Hör-)Tipps

  • Folge 171: Zum neuen Job dank Networking – 5 Erfolgstipps, wie du als Juristin berufliche Veränderungen netzwerkstrategisch angehst
  • Folge165: Was Positionierung wirklich bedeutet
  • Folge 137: Introvertiert & erfolgreich beim Netzwerken

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